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Tradition ist die Weiter- gabe des Feuers und nicht die Anbetung der Asche.

– Gustav Mahler

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1908 – 1924

02.11.1908

Einweihung des Roten Kreuz Krankenhauses und der nunmehr eigenen staatlich anerkannten Krankenpflegeschule.

Durch eine großzügige Stiftung Sophie Henschels (sie stiftete mehr als 1/3 der Baukosten) konnte der Vaterländische Frauen-Verein ein wesentlich größeres Krankenhaus in der Wilhelmshöher Allee errichten. Es war ein großzügiges, mit modernster Medizintechnik ausgestattetes Krankenhaus mit ca. 150 Krankenbetten (mit erweiterbarer Kapazität auf 235 Betten) nebst geräumigem Schwesternhaus, allen notwendigen Nebengebäuden, einem Infektionshaus, einem Leichenhaus sowie einem großen Garten.

1909

Die erste Krankenpflegeprüfung wurde an der eigenen Krankenpflegeschule abgelegt.

Die Pflegeschülerinnen lernten mindestens neun Monate und wurden in dieser Zeit praktisch und theoretisch in allen Zweigen der Krankenpflege sowie in religiösen und ethischen Fragen der Armen- und Krankenpflege ausgebildet. Nach dem Ende der Ausbildung mussten sich die Pflegeschülerinnen einer theoretischen und praktischen Prüfung vor dem Arzt im Vorstand der Schwesternschaft unterziehen und erhielten bei bestandener Prüfung ein Zeugnis, das ihre Befähigung als Krankenpflegerin nachwies.

1914

Beginn des Ersten Weltkrieges

Als der Erste Weltkrieg begann, wurden gemäß dem Gründungsgedanken (man fühlte sich besonders dem Kriegssantitätsdienst verpflichtet) 50 Schwestern dem Heeresdienst zur Verfügung gestellt. Diese Zahl erhöhte sich im Laufe des Krieges. Nach Kriegsende kehrten alle Schwestern in das Mutterhaus zurück. Es folgten Jahre der Konsolidierung und des Wachstums.

1919 - 1923

Kommissarische Verwaltung der Schwesternschaft durch Schwester Bertha Niemann

1923 - 1949

Oberin Gertrud Hasemann (*1882 - +1960)

übernimmt die Leitung von Krankenhaus und Schwesternschaft, die sie durch schwerste wirtschaftliche und politische Zeiten bis zum Zusammenbruch nach dem 2. Weltkrieg behielt.

Sie wird 1936 die erste Oberin der nun unter dem Namen DRK-Schwesternschaft Kassel e.V. selbständig gewordenen Schwesternschaft.